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Nachbericht Europapokal vom 05.-06.07.19 in Laakirchen / Österreich - Platz 5!

Veröffentlicht von Olaf Neuenfeld (olaf) am 07-07-2019
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Mit einer Enttäuschung endete der Faustball-Europapokal der Frauen für den TV Jahn Schneverdingen. In Laakirchen (Österreich) mussten sich die Jahnlerinnen mit dem 5. Platz begnügen. Der als Mitfavorit gehandelte TV Jahn verspielte trotz zweier Siege in der Vorrunde die Qualifikation für das Halbfinale. Den Titel holte sich der Deutsche Meister TSV Dennach, der im Finale Union Nussbach aus Österreich mit 3:1 bezwang. Die Bronzemedaille sicherte sich der Ahlhorner SV vor dem TSV Jona.

 

Im ersten Vorrundenspiel lief alles zunächst nach Plan. Gegen Ahlhorn gewann man den ersten Satz mit 15:13 und ließ dem ASV im folgenden Durchgang mit 11:3 keine Chance. Im Gefühl des sicheren Sieges schalteten alle Spielerinnen einen Gang zurück und brachten den Gegner wieder ins Spiel zurück. Mit 11:9 und 11:8 glich Ahlhorn aus. Im Entscheidungssatz übernahm nun Abwehrspielerin Theresa Schröder die Angriffsposition und entlastete die überforderte Aniko Müller, der kaum noch Punkte gelangen. Alina Karahmetovic und Schröder sorgten mit sehenswerten Schlägen schlussendlich für den hart erkämpften 11:8 Satzerfolg. Die zwei unnötig verlorenen Sätze und die lange Spieldauer sollten später noch weit reichende Folgen haben.

Gegen den Schweizer Meister vom TSV Jona hatten die Heideblütenstädterinnen im ersten Satz diverse Chancen, mit 1:0 in Führung zu gehen. Diese ließ Müller aber reihenweise aus und sorgte am Ende mit zwei Netzfehlern für den 13:11 Erfolg der Schweizerinnen. Ein ähnliches Bild bot sich den Zuschauern im zweiten Abschnitt, in dem Jona wiederum die Oberhand behielt, dieses Mal mit 11:9. Im dritten Satz beorderte Trainerin Christine Seitz erneut Schröder in den Angriff und Luca von Loh in die Abwehr. Dieser Wechsel zahlte sich zunächst aus und der dritte Abschnitt ging mit 11:2 an den TV Jahn. Eine Verletzung von Schröder zwang Seitz wieder, in die ursprüngliche Formation zurück zu tauschen und damit wurde der Schwung aus dem siegreichen Satz auch gleichzeitig wieder gebremst. Bezeichnenderweise beendet Müller mit 3 Angabenfehlern in Serie den Satz mit 11:5 und somit auch das Spiel zugunsten des TSV Jona. Somit lag es nun nicht mehr in eigenen Händen, das Halbfinale zu erreichen. Ein eigener Sieg gegen Linz musste her und gleichzeitig musste man auf einen 3:0 – Erfolg des Ahlhorner SV über Jona hoffen, um im Dreiervergleich noch nach Sätzen an Jona vorbeiziehen zu können.

Im letzten Gruppenspiel gegen den Österreichischen Vizemeister vom FBC Linz lief plötzlich alles wieder wie gewohnt. Müller stellte ihre übermäßig hohe Eigenfehlerquote ein und punktete deutlich häufiger als in den Spielen zuvor. Mit 11:6, 11:5 und 11:7 hatte man seine Hausaufgaben gemacht und blickte nun gespannt aus das parallel laufen Spiel der Gruppengegner. Dort führte Ahlhorn mit 2:0 nach Sätzen und mit 9:6 im dritten Durchgang und für den TV Jahn zeichnete sich doch noch ein gutes Ende ab. Fünf Punkte in Folge für den Schweizer Meister beendeten allerdings die Titelträume für die Jahnlerinnen, die aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses gegenüber Jona und Ahlhorn am Sonntag nun nur noch um die Plätze 5-8 spielen konnten.

„So leicht wie heute wird es wahrscheinlich nicht wieder, ein Halbfinale zu erreichen. Unsere Mannschaft hatte genügend Chancen, die Runde der letzten 4 zu erreichen, hat das aber teils leichtfertig verspielt“ äußerte sich Pressesprecher Olaf Neuenfeld nach dem Vorrundenaus kritisch. „Die Abwehr mit der starken Annika Bösch hat solide gespielt. Der Ausfall von Theresa Schröder konnte dann nicht mehr kompensiert werden. Ihre Qualitäten hätten wir im Angriff heute dringend benötigt“ so der Bundestrainer der Männer weiter.

 

In der Platzierungsrunde am Samstag ging es zunächst gegen den SVD Diepoldsau aus der Schweiz. Das Spiel, das nur noch auf 2 Gewinnsätze ausgetragen wurde, gewannen die Schneverdingerinnen ungefährdet mit 11:5 und 11:7. Auch im Spiel um Platz 5 zeigten die Jahnlerinnen zum Abschluss nochmal eine ansprechende Leistung und gewannen gegen den Gastgeber vom ASKÖ Laakirchen mit 11:5 und 11:8. In beiden Partien konnte Kimberly Groß in ihren ersten beiden Europapokaleinsätzen in der Abwehr überzeugen.

 

„Im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Jona haben wir nicht unsere bisherige Saisonleistung abrufen können. Im Angriff haben wir zu viele Anläufe gebraucht und dann auch noch zu viele Fehler gemacht. So kann man auf internationalem Niveau nicht bestehen“ äußerte sich Trainerin Seitz enttäuscht.

 

 

Ergebnisse und Fotos:

https://ccff2019.askoelaakirchen.at/

 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am: 07-07-2019 um 18:31

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