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Teamcheck 1. Bundeliga Nord Frauen - Feldsaison 2018

Veröffentlicht von Olaf Neuenfeld (olaf) am 01 May 2018
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Ahlhorner SV

Zufriedenstellend – so werteten die Faustballerinnen des Ahlhorner SV die Hallensaison 2017/18. Auf den Deutschen Meisterschaften reichte es zu Platz drei, mit Blick auf den Saisonverlauf ein Ergebnis, mit dem die ASV-Frauen leben konnten. Nun geht der Blick nach vorne – in eine Saison mit einigen Besonderheiten. Zum einen werden die Ahlhornerinnen als Ausrichter der DM bereits vorzeitig qualifiziert sein. Deshalb wolle man in dieser Saison den Aufwand und Einsatz erhöhen, um die bestmögliche Leistung abzurufen. Noch immer wird Angreiferin Pia Neuefeind aufgrund ihres Studiums nicht an allen Trainingseinheiten der Mannschaft teilnehmen können. Zum anderen weht brasilianisches Flair über den Ahlhorner Sportplatz. Isabella Lucchin, brasilianische Nationalangreiferin von Sogipa Porto Alegre, wird für einige Monate nach Ahlhorn kommen und das Team ergänzen. Eine sicherlich spannende Erfahrung, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld. Dazu nehmen die Blau-Weißen am Europapokal in Schneverdingen teil. Die Spielerinnen fiebern den europäischen Titelkämpfen der Vereinsmannschaften bereits jetzt entgegen und wollen sich intensiv vorbereiten.

 

VfL Kellinghusen
Nach Platz 5 in der Hallensaison will man auch in der Feldsaison wieder oben mitspielen – zumal es in der vergangenen Spielzeit unter freiem Himmel hervorragend lief. Hier spielte das Team vom jungen Trainergespann Rouven Kadgien und Torbjörn Schneider einen guten dritten Platz heraus und verpasste nur durch den Moslesfehner DM-Freiplatz die nationalen Titelkämpfe. In dieser Saison rechnen die Frauen vom VfL mit dem TV Jahn Schneverdingen und dem Ahlhorner SV an der Tabellenspitze. Dahinter will sich die VfL-Mannschaft platzieren, die dank eines starken Unterbaus personell aus dem Vollen schöpfen kann. Besonders wichtig erscheint es für das Trainer-Duo, einen guten Saisonstart hinzulegen, um im weiteren Verlauf erfolgreich spielen zu können. Dabei könnte helfen, dass Kellinghusen am IFA-World-Tour-Finale der weltweit besten acht Frauenmannschaften in Vaihingen/Enz und dem anschließenden Turnier teilnahm.

 

 

TSV Bardowick
Nach 16 Jahren Abstinenz kehrt der TSV Bardowick auf dem Feld ins Faustball-Oberhaus zurück und ist dementsprechend hochmotiviert. Zumal es in der Halle eine ganz enge Kiste um den Klassenerhalt war. Das wollen die Bardowickerinnen in dieser Saison unbedingt vermeiden. Der Aufsteiger hat sich vorgenommen, die eine oder andere Überraschung zu schaffen. Innerhalb des Teams gibt es zur neuen Spielzeit einige Veränderungen. Chantal Heins muss den Faustballsport aus gesundheitlichen Gründen hinter sich lassen und auch Kathrin Wolter wird beruflich bedingt etwas kürzer treten. Dafür können die Lüneburgerinnen zwei Neuzugänge vermelden. Frauke Cordes (früher TV Jahn Schneverdingen) und Janina Jirjahlke, werden in der kommenden Saison im Angriff agieren. Eine weitere Veränderung gibt es auf der Trainerbank. Da Trainer Falk Fedders die Mannschaft aus beruflichen Gründen abgibt, wird der TSV nun von Kevin Blanquett trainiert.

 

 

SV Moslesfehn
Nach einer guten Hallen-Saison, wo bei den Deutschen Meisterschaften am Ende aber der große Erfolg ausblieb, schaut das Team um Trainer Till Oldenbostel nun seinen neuen Ziel entgegen: der DM in Ahlhorn. Trotz der noch nicht ganz optimalen Platzverhältnisse, stehen seit Mitte April auch wieder Einheiten mit Ball auf dem Programm. Ebenfalls zur Vorbereitung gehören seit Jahren die Turniere in Essel und Hannover. In Essel startete die Truppe bereits mit einem Turniersieg. Das ausgerufene Ziel ist aber zunächst eine gute Saison mit Platzierung in der oberen Tabellenhälfte zu spielen und sich nach Möglichkeit mit der DM-Teilnahme zu belohnen. Wie immer verspricht die Oldenbostel-Crew ungebrochenen Teamgeist, die stets zu erwartende Lautstärke innerhalb der Mannschaft und großer Kampfgeist – um die gesteckten Saisonziele wieder zu erreichen.

 

 

TSV Bayer 04 Leverkusen

In ihre zweite Saison im Feld-Oberhaus in Folge geht die Mannschaft vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Gleich in ihrer ersten Spielzeit überzeugte die Truppe um Angreiferin Marie Hodel mit 14:18 Punkten und Rang sieben, setzte sich im Kampf um den Klassenerhalt deutlich gegen den Tabellenachten Hammah durch und präsentierte sich als Aufsteiger auf Augenhöhe mit den arrivierten Bundesligavereinen. Somit erwartet das junge Team des Trainergespanns Kerstin und Jörg Müller in der Feldsaison eine wohl schwierige Spielzeit. Nach dem unglücklichen Abstieg in der Halle bleibt das primäre Ziel für die Feldsaison 2018 der Klassenerhalt. Viel hängt wahrscheinlich von den ersten Spieltagen ab. Wenn diese erfolgreich laufen, glauben die Spielerinnen, dass ein Mittelfeldplatz in der Liga durchaus möglich ist. Der Kader bleibt gegenüber der Hallensaison unverändert.


TSV Schülp
Mit einem veränderten und deutlich verjüngten Kader startet der TSV Schülp in die Feldsaison. In der Halle gelang dem TSV mit Platz zwei in der Ost-Staffel und bei den Aufstiegsspielen nach nur zwei Jahren Abstinenz die Rückkehr in Liga eins. Auf dem Feld ist der nördlichste Verein der Frauen-Bundesliga seit fünf Spielzeiten ununterbrochen im Faustball-Oberhaus. Für Anja Baltz und Cara Seidel, die aus der eigenen Jugend in das Bundesligateam rückt, ist es die erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse. Gemeinsam mit Nora Auffahrt will das Team in Liga eins angreifen. Nicht dabei sein wird Spielertrainerin Nadine Kowalczyk, die dem Team in dieser Saison nicht zur Verfügung steht. Deshalb werden die Geschicke an der Seitenlinie nun auf unterschiedliche erfahrene Schultern verteilt. Bei den TSV-Frauen ist nach dem Wiederaufstieg in der Halle jetzt das Ziel, auf dem Feld schnellstmöglich genug Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Dabei wird sich zeigen, wie schnell die neuformierte Mannschaft dies umsetzen kann.

 

 

TK Hannover

Mehrfach hatten die Frauen vom TK Hannover in den vergangenen Jahren Anlauf zur 1. Bundesliga genommen und waren spätestens bei den Aufstiegsspielen gescheitert. Umso erfolgreicher verlief es für die Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt im vergangenen Jahr. Erst feierte die Truppe im Sommer in Bardowick den Aufstieg in die 1. Bundesliga – und wiederholte diesen Erfolg dann ein halbes Jahr später in der Solinger Sporthalle. Hochmotiviert will der Aufsteiger somit im Faustball-Oberhaus angreifen, befreit aufspielen und das ausgegeben Ziel "Klassenerhalt" möglichst frühzeitig sichern. Dazu soll der eine oder andere Favorit ein wenig geärgert werden. Personell bleibt in Hannover alles beim Alten. Einzig hinter Cindy Ristel (ehemals TV Jahn Schneverdingen), die zum zweiten Mal Mutter geworden ist, steht in dieser Saison noch ein kleines Fragezeichen.

 

TV Brettorf

Es war ein historischer Erfolg, den die Frauen des TV Brettorf ihrem Verein in der vergangenen Saison bereiteten. Zum ersten Mal überhaupt qualifizierte sich eine Frauenmannschaft des TVB für die Deutschen Meisterschaften. In Illertissen verpassten die Schwarz-Weißen in einer Vorrundengruppe gegen die späteren Finalisten Dennach und Eibach zwar das Weiterkommen – blicken trotzdem stolz auf die Spielzeit in der Halle zurück. Zur Feldsaison werden die Ziele trotz dieser ersten DM-Teilnahme aber realistisch formuliert, ein Platz unter den ersten fünf Teams könnte bereits als Erfolg gewertet werden. Nicht mehr dabei sein werden in der startenden Spielzeit Angreiferin Rika Meiners und Trainerin Rieke Buck. Während für Meiners die nach einer langen Verletzungspause wiedergenesene Laura Koletzek gemeinsam mit Jule Weber ins Team rückt, bleibt der Trainerposten noch vakant.

 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am: 01 May 2018 um 15:13

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